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Diktierfunktion auf dem Mac verwenden: Der Leitfaden 2026

Mac-Diktierfunktion einschalten, Kurzbefehl und Sprachbefehle für Satzzeichen und Formatierung lernen – und sehen, wo Apples Diktat an Grenzen stößt.

Mudasir HussainAktualisiert 12 Minuten Lesezeit
Diktierfunktion auf dem Mac verwenden: Der Leitfaden 2026

Kurzantwort

Wie verwendet man die Diktierfunktion auf dem Mac?

Wählen Sie „Apple“-Menü > „Systemeinstellungen“, klicken Sie auf „Tastatur“ und schalten Sie die Diktierfunktion ein. Klicken Sie dorthin, wo der Text erscheinen soll, und drücken Sie die Mikrofontaste, verwenden Sie den Kurzbefehl für die Diktierfunktion (Apple nennt Fn-D; Sie können ihn in den Tastatureinstellungen ändern) oder wählen Sie „Bearbeiten“ > „Diktat starten“. Sprechen Sie, sobald der Cursor pulsiert, und drücken Sie zum Beenden esc.

Jeder Mac hat eine eingebaute Diktierfunktion. Sie ist kostenlos, in etwa einer Minute eingerichtet – und viele haben sie noch nie eingeschaltet. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie die Diktierfunktion auf dem Mac verwenden: einschalten, Kurzbefehl, die Befehle, die kaum jemand kennt, und wo Apples Lösung nicht mehr das richtige Werkzeug ist.

Warum sich das lohnt? Weil Sprechen für die meisten Menschen schneller geht als Tippen. Eine Studie der Stanford University, der University of Washington und von Baidu ergab, dass Spracheingabe etwa dreimal so schnell war wie Tippen auf einer Smartphone-Tastatur, und das mit weniger Fehlern. Für den Computer ermittelte eine Analyse der Aalto-Universität von 136 Millionen Tastenanschlägen eine durchschnittliche Tippgeschwindigkeit von etwa 52 Wörtern pro Minute; im Gespräch sprechen Menschen meist etwa 120–150 Wörter pro Minute. Nachdenken und überarbeiten müssen Sie trotzdem, Sie schreiben also nicht dreimal so viel. Aber dieser Unterschied ist der Grund, warum es sich lohnt, das Diktieren zu lernen.

Diktierfunktion auf dem Mac verwenden: Schnellstart#

  1. Einschalten: Apple-Menü → Systemeinstellungen → Tastatur → Diktierfunktion, dann einschalten (auf Aktivieren klicken, falls Sie gefragt werden).
  2. Klicken Sie dorthin, wo die Wörter erscheinen sollen, in jeder App, in der Sie tippen können.
  3. Diktieren starten: Drücken Sie die Mikrofontaste, falls Ihre Tastatur eine hat, nutzen Sie den Kurzbefehl für die Diktierfunktion (Apple nennt Fn-D) oder wählen Sie Bearbeiten → Diktat starten.
  4. Sprechen Sie ganz normal, sobald der Cursor hervorgehoben ist und pulsiert oder Sie den Signalton hören. Mit eingeschalteter automatischer Interpunktion setzt die Diktierfunktion Kommas, Punkte und Fragezeichen für Sie.
  5. Beenden mit esc, der Mikrofontaste oder dem Kurzbefehl. Die Diktierfunktion hört auch von selbst auf, wenn sie 30 Sekunden lang keine Sprache hört.

Mehr brauchen Sie für den Start nicht. Der Rest dieses Leitfadens behandelt jeden Schritt genauer, die Befehle, die sich zu lernen lohnen, und was Sie prüfen sollten, wenn die Diktierfunktion nicht funktioniert.

Wie schalte ich die Diktierfunktion auf meinem Mac ein?#

Das dauert etwa eine Minute:

  1. Klicken Sie oben links auf das Apple-Menü → Systemeinstellungen
  2. Klicken Sie in der Seitenleiste auf Tastatur
  3. Gehen Sie zu Diktierfunktion und schalten Sie sie ein
  4. Bestätigen Sie, falls macOS nachfragt. Eventuell werden Sie auch gefragt, ob Sie Audioaufnahmen mit Apple teilen möchten; das ist freiwillig und lässt sich später ändern

Mehr ist nicht nötig. Wenn Sie schon dort sind, lohnt ein Blick auf vier Einstellungen:

  • Mikrofonquelle: Standardmäßig wählt macOS das Mikrofon automatisch. Wenn Sie ein Headset oder ein USB-Mikrofon nutzen, wählen Sie es hier aus, denn das Mikrofon ist wichtiger als jede andere Einstellung auf dieser Seite.
  • Automatische Interpunktion: Lassen Sie sie eingeschaltet. In unterstützten Sprachen setzt sie Kommas, Punkte und Fragezeichen anhand Ihrer Sprechweise, sodass Sie sie nicht aussprechen müssen.
  • Sprachen: Klicken Sie auf Bearbeiten, um jede Sprache hinzuzufügen, in der Sie diktieren.
  • Kurzbefehl: dazu gleich mehr.

Was ist der Kurzbefehl für die Mac-Diktierfunktion?#

Setzen Sie den Cursor dorthin, wo der Text erscheinen soll, und starten Sie die Diktierfunktion auf eine von drei Arten:

  • Die Mikrofontaste: Auf Tastaturen, die eine haben (F5 auf aktuellen MacBooks), einmal drücken und loslassen. Halten Sie sie gedrückt, startet stattdessen Siri.
  • Der Kurzbefehl für die Diktierfunktion: Apples Liste der Mac-Tastaturkurzbefehle nennt Fn-D (die fn-/Globus-Taste plus D), um die Diktierfunktion zu starten oder zu beenden. Sie können auch die fn-/Globus-Taste so einstellen, dass ein doppelter Druck die Diktierfunktion startet: „Systemeinstellungen“ → „Tastatur“, dort bei der Einstellung für die fn-/Globus-Taste „Diktierfunktion starten“ wählen.
  • „Bearbeiten“ → „Diktat starten“: über die Menüleiste, falls Sie sich keinen Kurzbefehl merken möchten

Sobald der Cursor hervorgehoben ist und pulsiert oder Sie den Signalton hören, können Sie loslegen. Zum Beenden drücken Sie esc, die Mikrofontaste oder erneut den Kurzbefehl. Außerdem stoppt die Diktierfunktion von selbst, wenn sie 30 Sekunden lang keine Sprache hört. Auf einem Mac mit Apple-Chip können Sie während des Diktierens weitertippen: Die Diktierfunktion pausiert, solange Sie tippen, und macht danach weiter.

Gefällt Ihnen der Standard-Kurzbefehl nicht? Öffnen Sie unter „Systemeinstellungen“ → „Tastatur“ → „Diktierfunktion“ das Menü Kurzbefehl. Die meisten Vorgaben sind ein doppelter Druck auf eine Sondertaste wie Control oder die Befehlstaste; welche genau angeboten werden, hängt von Ihrem Mac und Ihrer macOS-Version ab. Oder wählen Sie Anpassen und drücken Sie die gewünschten Tasten. Wenn Sie mehrmals täglich diktieren, nehmen Sie etwas, das Ihre Finger ohne Nachdenken finden.

Vorgaben für den Diktier-Kurzbefehl auf dem Mac: zweimal Control, zweimal Befehlstaste, zweimal rechte Wahltaste oder die Mikrofontaste

Mac-Diktierbefehle, die Sie sich merken sollten#

Diesen Teil liest fast niemand – dabei wird das Diktieren genau hier vom „Partytrick“ zum Werkzeug, das Sie wirklich nutzen. Das sind die deutschen Befehle aus Apples Liste; andere Diktiersprachen haben eigene.

Formatierung

  • „neue Zeile“: ein Zeilenumbruch, wie einmal die Eingabetaste
  • „neuer Absatz“: ein neuer Absatz
  • „Tabulatortaste“: zum nächsten Tabstopp
  • „kein Leerzeichen: ein“ / „kein Leerzeichen: aus“: den folgenden Text ohne Leerzeichen

Großschreibung

  • „Großbuchstaben“: das nächste Wort in GROSSBUCHSTABEN
  • „Großbuchstaben: ein“ / „Großbuchstaben: aus“: schaltet die Großschreibung für den folgenden Text ein und wieder aus

Satzzeichen: Sagen Sie einfach das Zeichen: „Komma“, „Punkt“, „Fragezeichen“, „Ausrufezeichen“, „Apostroph“, „Doppelpunkt“, „Semikolon“, „Bindestrich“, „Geviertstrich“, „Ellipse“, „Anführungszeichen unten“ … „Anführungszeichen oben“, „linke Klammer“ / „rechte Klammer“.

Symbole: „At-Zeichen“, „Raute“, „kaufmännisches Und“, „Prozentzeichen“, „Dollarzeichen“, „Eurozeichen“ und weitere.

Emoji und Emoticons: „Lächelndes Gesicht“ ergibt :-), „Trauriges Gesicht“ :-( und „Zwinkerndes Gesicht“ ;-). In einigen Sprachen können Sie auch „Herz-Emoji“ sagen und erhalten das echte Emoji.

Ein Tipp: Mit eingeschalteter automatischer Interpunktion müssen Sie die gängigen Satzzeichen selten aussprechen, weil die Diktierfunktion sie aus Ihrer Sprechweise ableitet. Sagen Sie ein Zeichen nur, wenn Sie eines brauchen, das sie nicht von selbst setzt, etwa einen Doppelpunkt, Anführungszeichen oder Klammern, oder wenn sie es immer wieder an die falsche Stelle setzt.


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Warum funktioniert die Diktierfunktion auf meinem Mac nicht?#

Gehen Sie diese Liste von oben nach unten durch; sie folgt Apples eigener Fehlerbehebung für die Diktierfunktion, und die ersten beiden Punkte decken die meisten Fälle ab:

  1. Die Diktierfunktion ist aus, oder Sie drücken die falschen Tasten. Prüfen Sie unter „Systemeinstellungen“ → „Tastatur“, ob die Diktierfunktion eingeschaltet ist, und sehen Sie im Menü Kurzbefehl nach, welche Tasten sie tatsächlich starten.
  2. Die Sprachsteuerung ist eingeschaltet. Ist die Sprachsteuerung aktiv, übernimmt sie das Diktieren, und die normale Diktierfunktion steht nicht zur Verfügung. Wenn Sie nur die Diktierfunktion wollen, schalten Sie die Sprachsteuerung unter „Systemeinstellungen“ → „Bedienungshilfen“ aus.
  3. Der Mac hört auf das falsche Mikrofon. Wählen Sie Ihr Mikrofon in den Diktier-Einstellungen unter „Mikrofonquelle“. Hat Ihr Mac kein eingebautes Mikrofon, schließen Sie ein externes an. Prüfen Sie in den Toneinstellungen, ob der Eingangspegel ausschlägt, wenn Sie sprechen, und achten Sie darauf, dass nichts (eine Hülle, Kleidung, Ihre Hand) das Mikrofon verdeckt.
  4. Die Sprache passt nicht zu dem, was Sie sagen. Die Diktierfunktion hört auf die Sprache und Region, die Sie gewählt haben. Fügen Sie Sprachen unter „Sprachen“ in den Diktier-Einstellungen hinzu oder wechseln Sie sie.
  5. Es gibt keine Internetverbindung. Die Diktierfunktion braucht unter Umständen eine. Der Text unter „Diktierfunktion“ in den Tastatureinstellungen verrät, ob Ihr Mac die Sprache auf dem Gerät verarbeitet oder an Apple sendet.
  6. Der Raum ist laut. Hintergrundgeräusche und Hall stören. Sprechen Sie mit normaler Lautstärke und probieren Sie ein Headset-Mikrofon.
  7. Sie hat von selbst aufgehört. Das ist nach 30 Sekunden ohne Sprache normal. Starten Sie sie einfach neu.

Funktioniert die Diktierfunktion, setzt aber immer wieder Wörter falsch, ist das ein Genauigkeitsproblem und kein Einstellungsproblem; der nächste Abschnitt erklärt, warum das passiert.

Wo die Apple-Diktierfunktion an ihre Grenzen stößt#

Die Apple-Diktierfunktion ist wirklich gut in dem, wofür sie gebaut wurde: kurze Nachrichten, schnelle Antworten, eine Notiz, eine Suche. Sie ist kostenlos, kann Sprache auf Ihrem Mac verarbeiten (in den Tastatureinstellungen sehen Sie, welche Sprachen sie direkt auf dem Gerät verarbeitet) und braucht keine Einrichtung. Für eine zweizeilige iMessage ist sie das richtige Werkzeug.

Bei längeren oder fachlicheren Texten steht sie Ihnen dagegen im Weg, und zwar aus vier Gründen:

1. Sie stoppt, wenn Sie still sind. Laut Apple können Sie Text beliebiger Länge diktieren, solange Sie weitersprechen. Nach 30 Sekunden ohne erkannte Sprache schaltet sich die Diktierfunktion aber ab. Halten Sie inne, um einen Absatz nachzulesen, etwas nachzuschlagen oder einer Kollegin zu antworten, müssen Sie neu starten. Verlängern lässt sich das nicht.

2. Sie können ihr keine Wörter beibringen. Die Diktierfunktion hat kein eigenes Vokabular. Ihr Firmenname, Ihr Framework, der Name Ihres Kollegen und die Abkürzungen Ihrer Branche werden oft zum nächstliegenden gängigen Wort; ein Begriff wie kubectl kommt dann womöglich jedes Mal als etwas ganz anderes an. (Die Sprachsteuerung hat zwar eine Vokabelliste, aber wenn Sie sie einschalten, bedienen Sie Ihren ganzen Mac per Stimme. Mehr dazu unten.)

3. Sie schreibt Ihr Durcheinander getreu mit. Sagen Sie „Treffen wir uns Dienstag – nein, warte, Mittwoch“, steht genau das da, falscher Tag inklusive. Auch Fehlstarts und wiederholte Wörter bleiben stehen. Sie ist ein Transkriptionswerkzeug, kein Lektorat; am Ende räumen Sie Text auf, den Sie diktiert haben, um sich das Tippen zu sparen.

4. Immer nur eine Sprache. Sie können mehrere Sprachen hinzufügen und per Klick auf die Sprache neben dem Cursor wechseln, aber die Diktierfunktion hört immer nur auf eine. Wenn Sie beim Sprechen Sprachen mischen, wechseln Sie von Hand.

Wenn vor allem die Genauigkeit Ihr Problem ist, lesen Sie unseren Leitfaden Diktiergenauigkeit auf dem Mac verbessern. Viele der Tipps dort funktionieren auch mit der Apple-Diktierfunktion, ohne dass Sie sonst etwas ändern müssen.

Gewohnheiten, mit denen Diktieren wirklich funktioniert#

Egal, welches Werkzeug Sie nutzen: Diese Gewohnheiten unterscheiden Menschen, die täglich diktieren, von denen, die es einmal ausprobiert haben.

Sprechen Sie in ganzen Gedanken. Spracherkennungsmodelle nutzen die umgebenden Wörter, um ähnlich klingende Wörter zu unterscheiden. Wer nach jeweils drei Wörtern stoppt, nimmt ihnen diesen Kontext.

Werden Sie nicht langsamer. Langsames, überdeutliches Sprechen ist meist schwerer zu transkribieren als normales Gesprächstempo. Sprechen Sie so, als würden Sie einer Kollegin etwas erklären.

Kümmern Sie sich zuerst ums Mikrofon. Das eingebaute Mikrofon eines Laptops hört den ganzen Raum: Lüfter, Tastaturklicks, Hall von harten Wänden. Ein Headset oder ein USB-Mikrofon nah am Mund nimmt mehr von Ihnen und weniger vom Raum auf. Wenn Sie eines anschließen, wählen Sie es unter „Mikrofonquelle“ aus.

Diktieren Sie den Entwurf, überarbeiten Sie mit der Tastatur. Der schnellste Arbeitsablauf ist nicht rein sprachgesteuert. Sprechen Sie die unordentliche erste Fassung in Sprechtempo und straffen Sie sie dann von Hand. Sie tauschen ein leeres Blatt gegen einen Rohentwurf, und der ist ohnehin der schwierigste Teil des Schreibens.

Diktierfunktion vs. Sprachsteuerung: nicht dasselbe#

Das lohnt sich zu klären, weil macOS beides mitbringt:

  • Diktierfunktion („Systemeinstellungen“ → „Tastatur“) wandelt Sprache dort in Text um, wo Ihr Cursor steht. Das ist alles.
  • Sprachsteuerung („Systemeinstellungen“ → „Bedienungshilfen“) bedient den gesamten Mac per Stimme: klicken, scrollen, Apps wechseln, Menüs öffnen. Dazu kommen deutlich mehr Befehle zur Textbearbeitung und ein eigenes Vokabular. Solange sie aktiv ist, übernimmt sie das Diktieren, und die normale Diktierfunktion steht nicht zur Verfügung.

Wenn Sie schneller schreiben möchten, brauchen Sie die Diktierfunktion. Wenn Sie Ihren Mac ohne Hände bedienen müssen, etwa wegen RSI, einer Verletzung oder einer dauerhaften Einschränkung, ist die Sprachsteuerung die richtige Wahl, und sie kann weit mehr, als die meisten denken.

Wann sich mehr als die eingebaute Lösung lohnt#

Bleiben Sie bei der Apple-Diktierfunktion, wenn Sie vor allem kurze Nachrichten schreiben, nichts einrichten möchten und Ihnen die Verarbeitung auf dem Gerät wichtiger ist als alles andere. Sie ist kostenlos, und für diesen Zweck reicht sie.

Eine spezialisierte Diktier-App lohnt sich, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

  • Sie diktieren lange Passagen und möchten innehalten und nachdenken, ohne dass sich das Mikrofon abschaltet
  • Sie verwenden Fach- oder Branchenbegriffe, die jedes Mal verstümmelt werden
  • Gesprochener Text soll sauber ankommen: ohne Füllwörter, Selbstkorrekturen aufgelöst zu dem, was Sie tatsächlich gemeint haben
  • Sie diktieren in mehreren Sprachen und möchten nicht jedes Mal die Einstellung wechseln
  • Sie schreiben oft auf Englisch, das nicht Ihre Muttersprache ist, und hätten gern Hilfe bei der Grammatik im geschriebenen Ergebnis

Bei den letzten beiden Punkten unterscheiden sich spezialisierte Apps am stärksten. Die eingebaute Diktierfunktion schreibt auf, was sie hört; viele spezialisierte Apps korrigieren nach der Transkription zusätzlich Grammatik und Rechtschreibung, was die Apple-Diktierfunktion nicht tut, und manche erkennen, welche Sprache Sie sprechen, sodass Sie nicht umschalten müssen.

LumeVoice ist eine der Apps, die genau für diese Lücke gebaut wurden. Wir entwickeln sie selbst, gewichten Sie diesen Absatz also entsprechend. Halten Sie die fn-Taste gedrückt und sprechen Sie, oder drücken Sie sie zweimal für den Freihandmodus, und der fertige Text erscheint in der App, in der Sie gerade arbeiten: Gmail, Slack, Notion, VS Code, Cursor, Word, Google Docs. LumeVoice hört zu, solange Sie die Taste halten; eine Denkpause beendet die Aufnahme also nicht. Die App entfernt Füllwörter, übernimmt Ihre Selbstkorrekturen, macht aus gesprochenen Aufzählungen nummerierte Listen und korrigiert Grammatik und Rechtschreibung. Sie können eigene Wörter in ein Wörterbuch aufnehmen, Textbausteine für Wiederkehrendes speichern und einen Schreibstil wählen. LumeVoice funktioniert in 100 Sprachen und erkennt, welche Sie gerade sprechen. Ein ehrlicher Unterschied zur Apple-Diktierfunktion: LumeVoice arbeitet nicht auf dem Gerät, die Sprache wird in der Cloud verarbeitet. Audio wird nach der Verarbeitung nicht gespeichert, nichts, was Sie sagen, wird zum Training eines Modells verwendet, und Ihr Transkriptionsverlauf bleibt auf Ihrem Mac. Außerdem läuft LumeVoice unter Windows, auf dem iPhone und unter Android.

Einen Vergleich Funktion für Funktion finden Sie unter LumeVoice vs. Apple-Diktierfunktion, einen Überblick über das gesamte Feld in unserer Übersicht der Diktier-Apps für den Mac.

Fazit#

Die Mac-Diktierfunktion einzuschalten dauert eine Minute: „Systemeinstellungen“ → „Tastatur“ → „Diktierfunktion“, dann die Mikrofontaste oder Ihren Kurzbefehl drücken und lossprechen. Lassen Sie die automatische Interpunktion eingeschaltet, wählen Sie einen Kurzbefehl, der Ihnen liegt, lernen Sie „neuer Absatz“ und nutzen Sie ein ordentliches Mikrofon. Schon damit schreiben Sie kurze Nachrichten schneller, als Sie sie tippen würden.

Die ehrliche Grenze: Die Apple-Diktierfunktion ist bei kurzen Texten am stärksten. Sobald Sie E-Mails, Dokumente, Code-Kommentare oder irgendetwas Längeres verfassen, werden das fehlende Vokabular, die fehlende Bereinigung und das Abschalten nach 30 Sekunden Stille von Eigenheiten zu Gründen, aufzugeben. Das ist ein Problem des Werkzeugs, nicht Ihres, und gut zu wissen, bevor Sie entscheiden, dass Diktieren nichts für Sie ist.


Schreiben Sie auf Ihrem Mac mit Ihrer Stimme#

Sobald der eingebaute Kurzbefehl sitzt, ist der nächste Schritt Text, der weniger Nacharbeit braucht: kein Abschalten, wenn Sie kurz innehalten, Produktnamen so geschrieben, wie Sie sie hinterlegt haben, und kein „äh“ in Ihren E-Mails.

LumeVoice macht aus Ihrer Sprache sauberen, formatierten Text in jeder App auf Ihrem Mac, und auch unter Windows, auf dem iPhone und unter Android. Zum Start gibt es 3.000 kostenlose Wörter, ohne Kreditkarte.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Kurzbefehl startet die Diktierfunktion auf dem Mac?

Wenn Ihre Tastatur eine Mikrofontaste hat (F5 auf aktuellen MacBooks), drücken Sie sie einmal zum Starten und noch einmal zum Beenden. Apples Liste der Mac-Tastaturkurzbefehle nennt Fn-D (die fn-/Globus-Taste plus D), um die Diktierfunktion zu starten oder zu beenden. Ändern können Sie den Kurzbefehl unter „Systemeinstellungen“ > „Tastatur“ > „Diktierfunktion“ > „Kurzbefehl“: Wählen Sie eine der Vorgaben, meist ein doppelter Druck auf eine Sondertaste, oder „Anpassen“ und drücken Sie die gewünschten Tasten. Außerdem können Sie die fn-/Globus-Taste so einstellen, dass ein doppelter Druck die Diktierfunktion startet.

Warum stoppt die Mac-Diktierfunktion nach 30 Sekunden?

Das ist keine Grenze für die Sprechdauer. Laut Apple können Sie Text beliebiger Länge diktieren; die Diktierfunktion schaltet sich aber automatisch ab, wenn sie 30 Sekunden lang keine Sprache erkennt. Eine längere Pause, etwa weil Sie etwas nachlesen oder telefonieren, beendet also die Sitzung, und Sie müssen neu starten. Eine Einstellung dafür gibt es nicht.

Funktioniert die Mac-Diktierfunktion offline?

Manchmal. Die Apple-Diktierfunktion kann Sprache auf Ihrem Mac verarbeiten: In den Tastatureinstellungen sehen Sie, welche Sprachen sie direkt auf dem Gerät verarbeitet. Andere Sprachen gehen an Apples Server und brauchen deshalb eine Internetverbindung. Apples aktuelle Mac-Hilfe verspricht keine Offline-Nutzung. Wenn Sie sich darauf verlassen, testen Sie es also zuerst mit ausgeschaltetem WLAN.

Muss ich auf dem Mac Satzzeichen laut aussprechen?

Für die gängigen nicht. In unterstützten Sprachen setzt die Diktierfunktion Kommas, Punkte und Fragezeichen selbst, solange „Automatische Interpunktion“ aktiviert ist („Systemeinstellungen“ > „Tastatur“ > „Diktierfunktion“). Sie können trotzdem ein Satzzeichen sagen, wenn Sie ein bestimmtes möchten, und Befehle wie „neue Zeile“, „neuer Absatz“ oder „Großbuchstaben“ funktionieren ebenfalls.

Was ist der Unterschied zwischen Diktierfunktion und Sprachsteuerung auf dem Mac?

Die Diktierfunktion wandelt Sprache an der Cursorposition in Text um. Die Sprachsteuerung in den Bedienungshilfen bedient den ganzen Mac per Stimme (klicken, scrollen, Apps wechseln, Menüs öffnen) und hat eigene Befehle zur Textbearbeitung sowie ein eigenes Vokabular. Ist die Sprachsteuerung aktiv, übernimmt sie das Diktieren, und die normale Diktierfunktion steht nicht zur Verfügung. Zum Schreiben nutzen Sie die Diktierfunktion, für die freihändige Bedienung des Macs die Sprachsteuerung.

Kann ich auf dem Mac in mehreren Sprachen diktieren?

Ja. Klicken Sie unter „Systemeinstellungen“ > „Tastatur“ > „Diktierfunktion“ neben „Sprachen“ auf „Bearbeiten“ und fügen Sie die gewünschten Sprachen hinzu. Beim Diktieren wechseln Sie, indem Sie auf die Sprache neben dem Cursor klicken oder, falls vorhanden, die Globustaste drücken. Die Diktierfunktion hört immer auf eine Sprache; wechseln Sie also, bevor Sie in der anderen weitersprechen.

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