LumeVoice ist eine App für Sprache zu Text auf Android, die neben Ihrer Tastatur arbeitet, statt sie zu ersetzen. Tippen Sie in ein Textfeld, tippen Sie auf die Lume-Blase und sprechen Sie: Ihre Worte kommen mit Satzzeichen und bereinigt an, ohne „ähm“ und Fehlstarts. Hier lesen Sie, wie das funktioniert, wie Sie es einrichten und wie es im Vergleich zur Spracheingabe in Gboard abschneidet.
Kurzantwort
Hat Android eine eingebaute Spracheingabe?
Ja. Tippen Sie in Gboard, der Tastatur von Google, oben auf das Mikrofonsymbol und sprechen Sie. Ab dem Pixel 6 setzt die erweiterte Spracheingabe Satzzeichen automatisch, versteht Sprachbefehle und behält Ihre Worte auf dem Handy. Auf der Pixel 11-Serie entfernt der Gemini-gestützte Modus „Klartext“ (englisch Rambler) außerdem Füllwörter und glättet die Grammatik. All das steckt in Gboard.
So funktioniert Sprache zu Text mit LumeVoice auf Android#
- Tippen Sie in ein beliebiges Textfeld. Über Ihrer Tastatur erscheint eine kleine Lume-Blase.
- Blase antippen, sprechen, Häkchen antippen. LumeVoice fügt Ihre bereinigten Worte in das Textfeld ein.
- Ihre Tastatur bleibt. Gboard, Samsung Tastatur oder jede andere bleibt genau, wie sie ist. LumeVoice ergänzt eine Sprachtaste, statt das Tippen zu übernehmen.
- Eine Berechtigung, eine Aufgabe. LumeVoice nutzt den Bedienungshilfendienst von Android nur, um das Textfeld zu finden, in dem Sie sind, und Ihre Worte einzufügen. Er ist aus, bis Sie ihn einschalten.
Auf dem Frontdisplay von Galaxy Z Flip-Smartphones funktioniert es auch: Öffnen Sie dort eine App, tippen Sie in ein Textfeld, und die Blase erscheint über der Tastatur.
LumeVoice schreibt auf, was Sie gesagt haben. Es beantwortet keine Fragen und führt keine Befehle aus, öffnet also keine Apps und verschickt keine Nachrichten für Sie.
So richten Sie LumeVoice auf Android ein#
- Installieren Sie LumeVoice über Google Play.
- Öffnen Sie die App und folgen Sie der kurzen Einrichtung. Sie beginnt mit einer kurzen Übung mit Ihrer eigenen Stimme; erlauben Sie das Mikrofon, wenn Sie gefragt werden.
- Schalten Sie Lume Voice in den Bedienungshilfen ein. Die App bringt Sie zum richtigen Bildschirm. Tippen Sie auf „Lume Voice“, schalten Sie „Lume Voice verwenden“ ein und tippen Sie auf „Zulassen“. Android fragt nach, weil Bedienungshilfendienste weitreichende Rechte haben; deshalb sagen wir genau, wofür LumeVoice ihn nutzt. Der Bildschirm sieht je nach Hersteller etwas anders aus (bei Samsung heißt der Bereich „Eingabehilfe“).
- Melden Sie sich in Ihrem LumeVoice-Konto an.
- Tippen Sie in einer beliebigen App in ein Textfeld. Die Blase erscheint, und Sie können lossprechen.
So diktieren Sie mit der Blase#
Sprechen geht oft deutlich schneller als Tippen mit den Daumen. In einer Laborstudie fanden Forschende der Stanford University und der University of Washington heraus, dass Menschen englischen Text per Sprache etwa dreimal so schnell eingaben wie mit einer Handytastatur (Ruan et al., auf Englisch).
- Sprechen Sie den ganzen Gedanken. LumeVoice setzt Satzzeichen, Großschreibung und Absätze aus dem Zusammenhang, Sie müssen also nicht „Komma“ oder „Punkt“ sagen. Sagen Sie „neuer Absatz“, wenn Sie einen möchten.
- Korrigieren Sie sich im Fluss. Sagen Sie die richtige Fassung und sprechen Sie weiter; nur die Korrektur bleibt stehen.
- Sprechen Sie Listen als Listen. Gesprochene Aufzählungen kommen als nummerierte Listen oder Aufzählungen an.
Sie sagen: „Ähm, ich bin um sechs da, nein, um halb sieben, also, äh, halt mir einen Platz frei.“
LumeVoice schreibt: „Ich bin um halb sieben da, also halt mir einen Platz frei.“
LumeVoice für Android
- Eine Blase über jeder Tastatur: in jeder App antippen, sprechen, und Ihre Worte landen im Textfeld.
- Sauberer Text statt Rohtranskript: Füllwörter entfernt, Korrekturen übernommen, Listen formatiert.
- Ihre Tastatur bleibt: Gboard, Samsung Tastatur oder was Sie jetzt nutzen.
- Kostenlos starten: 3.000 kostenlose Wörter, ohne Kreditkarte.
Gboard-Spracheingabe vs. LumeVoice#
Die Spracheingabe von Gboard ist kostenlos und auf aktuellen Pixel-Smartphones sehr leistungsfähig geworden. Das dokumentiert Google dazu, Stand Oktober 2026:
- Auf jedem Smartphone mit Gboard: Tippen Sie oben auf der Tastatur auf das Mikrofonsymbol und sprechen Sie, sobald „Jetzt sprechen“ erscheint. Mit „Punkt“, „Komma“, „Fragezeichen“, „Neue Zeile“ oder „Neuer Absatz“ fügen Sie Satzzeichen ein (nicht in allen Sprachen verfügbar). Um ein Wort zu ersetzen, halten Sie es gedrückt, tippen auf das Mikrofon und sagen das neue Wort (Gboard-Hilfe).
- Erweiterte Spracheingabe (Pixel 6 und neuer): Satzzeichen werden automatisch gesetzt, Sie können Emojis einfügen und per Stimme bearbeiten („Letztes Wort löschen“, „Löschen“, „Senden“), und Sie können weitertippen, während das Mikrofon an ist. Sie funktioniert auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch und Spanisch, und laut Google bleibt der gesprochene Text auf Ihrem Gerät, außer Sie nutzen „Korrigieren“ oder „Detaillierte Änderungen“.
- Pixel 8 und neuer: „Korrigieren“ prüft Ihren Text auf Tipp-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler (nur Englisch in den USA, mit Internetverbindung), und mit „Detaillierte Änderungen“ ersetzen Sie Wörter per Sprachbefehl, etwa „Change apples to oranges“ (nur US-Englisch). Auf dem Pixel 9 und neuer (außer dem 9a) können Sie eine Nachricht außerdem per Stimme korrekturlesen oder umschreiben lassen, etwa mit „Make my email more formal“, wobei die Verarbeitung auf dem Handy stattfindet. Deutsch ist dafür laut Google „demnächst verfügbar“.
- „Klartext“ (englisch Rambler, Pixel 11-Serie): ein Gemini-gestützter Modus, der natürliche Sprache in sauberen Text verwandelt. Er entfernt Füllwörter, korrigiert Grammatik und Zeichensetzung und lässt Sie per Stimme umformulieren („Mach diesen Text kürzer und direkter“), auch auf Deutsch. Er setzt Gboard als Standardtastatur und für den vollen Funktionsumfang eine Internetverbindung voraus; offline erledigt er weiterhin eine einfache Bereinigung. Laut Google werden Audio und Text nur vorübergehend verarbeitet und nicht gespeichert, und es gelten Nutzungslimits.
| Gboard-Spracheingabe | LumeVoice | |
|---|---|---|
| Preis | Kostenlos | 3.000 kostenlose Wörter, ohne Kreditkarte, danach Pro |
| Tastatur | Nur Gboard | Eine Blase über jeder Tastatur |
| Start | Oben auf der Tastatur das Mikrofon antippen | Die Lume-Blase antippen |
| Satzzeichen | Gesprochen; automatisch ab Pixel 6 | Automatisch aus dem Zusammenhang; gesprochene Satzzeichen funktionieren auch |
| Füllwörter | Entfernt von „Klartext“ (Pixel 11-Serie) | Entfernt |
| Selbstkorrekturen | Keine dokumentierte Funktion | Übernommen |
| Grammatik und Umformulieren | „Korrigieren“ (ab Pixel 8), Umformulieren per Stimme (ab Pixel 9), „Klartext“ (Pixel 11) | Grammatik korrigiert; keine Befehle zum Umformulieren |
| Ihre Namen und Fachbegriffe | Die erweiterte Spracheingabe lernt aus Ihren Korrekturen | Wörterbuch-Korrekturen für Wörter, die falsch erkannt werden |
| Wohin Ihre Sprache geht | Bleibt mit der erweiterten Spracheingabe auf dem Handy; mit „Klartext“ vorübergehend von Google verarbeitet | In der Cloud verarbeitet; Internet erforderlich |
| Berechtigungen | Mikrofon | Mikrofon und Bedienungshilfendienst |
| Sprachen | 6 mit der erweiterten Spracheingabe; mehr mit „Klartext“ | 100, automatisch erkannt |
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Die faire Zusammenfassung: Wenn Sie ein Pixel 11 haben, deckt „Klartext“ vieles von dem ab, was LumeVoice kann, direkt in Gboard, probieren Sie es also zuerst. Auf älteren Pixel-Modellen leistet Gboard trotzdem viel und behält Ihre Worte auf dem Handy. LumeVoice ist für alle anderen: Smartphones jenseits der Pixel-Reihe, jede Tastatur (auch die Samsung Tastatur), Ihr eigenes Wörterbuch und Snippets, 100 Sprachen und dasselbe Werkzeug auf Ihrem iPhone, Mac oder PC.
Wann die Gboard-Spracheingabe reicht#
- Sie haben ein Pixel 11. Probieren Sie zuerst „Klartext“. Es entfernt Füllwörter, korrigiert Grammatik und formuliert per Stimme um, innerhalb der Nutzungslimits von Google.
- Sie haben ein Pixel 6 oder neuer und schicken meist kurze Nachrichten. Die erweiterte Spracheingabe ist schnell, kostenlos und behält Ihre Worte auf dem Handy.
- Sie haben oft keinen Empfang. LumeVoice braucht eine Verbindung, um überhaupt zu funktionieren. Auf einem Pixel 11 erledigt „Klartext“ auch ohne Verbindung eine einfache Bereinigung.
- Sie bearbeiten gern per Stimme, mit Befehlen wie „Letztes Wort löschen“ oder „Alles löschen“.
- Sie möchten für eine App von Drittanbietern keinen Bedienungshilfendienst einschalten. Das ist eine nachvollziehbare Entscheidung, und Gboard braucht keinen.
Was LumeVoice mit Ihren Worten macht#
Ihre Sprache wird in der Cloud transkribiert, dann räumt ein Sprachmodell den Text auf, bevor er eingefügt wird:
- Füllwörter und Stotterer („äh“, „ähm“, „halt“, „weißt du“) werden entfernt.
- Selbstkorrekturen werden übernommen: „Treffen wir uns um fünf, nein, um sechs“ wird zu „Treffen wir uns um sechs.“
- Satzzeichen, Großschreibung und Absätze kommen aus dem Zusammenhang, und gesprochene Satzzeichen funktionieren weiterhin.
- Gesprochene Listen werden zu nummerierten Listen oder Aufzählungen.
- Grammatik und Rechtschreibung werden korrigiert.
- Eigenes Wörterbuch: Tragen Sie Wörter ein, die Lume falsch versteht, und wie Sie sie schreiben; diese Korrekturen wendet Lume an, während Ihr Text bereinigt wird. (Auf Mac und Windows gehen die Wörter aus dem Wörterbuch zusätzlich an die Spracherkennung.)
- Snippets: Sagen Sie ein kurzes Stichwort, und LumeVoice schreibt den ganzen Text aus, etwa Ihre Adresse oder einen Link, den Sie oft teilen.
Wo können Sie die Spracheingabe auf Android nutzen?#
Überall, wo Sie schreiben: WhatsApp, Telegram, Messages, Gmail, Outlook, Slack, Notion, Google Docs, ChatGPT und so weiter. Tipps für einzelne Apps finden Sie auf unseren Seiten zum Diktieren in Gmail, in Slack und in ChatGPT.
Sprachen#
LumeVoice versteht 100 Sprachen und erkennt selbst, welche Sie sprechen, Sie müssen also nicht die Tastatursprache wechseln, um in einer anderen Sprache zu diktieren. Sie können auch eine Ausgabesprache festlegen: Sie sprechen Deutsch und erhalten englischen Text.
Ist LumeVoice privat?#
LumeVoice arbeitet in der Cloud, braucht also eine Internetverbindung, und Ihr Audio wird zur Verarbeitung gesendet. Es wird nach der Verarbeitung nicht gespeichert (Zero Data Retention), nichts, was Sie sagen, wird zum Trainieren von Modellen verwendet, und Ihr Diktierverlauf bleibt auf Ihrem Handy, nicht auf den Servern von LumeVoice.
Der Bedienungshilfendienst wird nur genutzt, um das Textfeld zu finden, in dem Sie sind, und Ihre Worte einzufügen. Wenn Ihre Sprache vollständig auf dem Handy bleiben soll, ist die erweiterte Spracheingabe von Gboard auf einem aktuellen Pixel die bessere Wahl.
Was kostet LumeVoice auf Android?#
Jedes neue Konto erhält 3.000 kostenlose Wörter, ohne Kreditkarte. Danach kaufen Sie Pro über Google Play: $14.99/Monat, $79.99/Jahr oder $249 lebenslang (Google Play zeigt den Preis in Ihrer Landeswährung). Wenn Sie zum ersten Mal upgraden, starten Pro Monatlich und Pro Jährlich mit einer 7-tägigen kostenlosen Testphase (Kreditkarte erforderlich). Was enthalten ist, steht auf der Preisseite.
Studierende und Lehrkräfte erhalten 50 % Rabatt auf Pro (Rabatt für Studierende), und alle, denen das Tippen schwerfällt, 50 % Rabatt (Rabatt für Barrierefreiheit). Die Codes geben Sie beim Kauf auf einem Mac oder Windows-PC ein; bei Käufen über Google Play lassen sich keine Rabattcodes einlösen.
Systemvoraussetzungen#
- Ein Android-Smartphone, das Apps aus Google Play installiert
- Eine Internetverbindung
- Mikrofonzugriff und Lume Voice, eingeschaltet in den Bedienungshilfen
LumeVoice auf Ihren anderen Geräten#
Auf dem iPhone ist LumeVoice eine Tastatur, zu der Sie in jeder App wechseln. Unter Windows und auf dem Mac halten Sie ein Tastenkürzel, sprechen, und der Text landet dort, wo Ihr Cursor steht.
Kurz gesagt#
Wenn Sie ein aktuelles Pixel haben, und vor allem ein Pixel 11 mit „Klartext“, ist die Spracheingabe von Gboard kostenlos und reicht vielleicht völlig. Wenn Sie ein anderes Smartphone oder eine andere Tastatur nutzen, Ihr eigenes Wörterbuch und Snippets möchten oder auf jedem Gerät dasselbe Werkzeug nutzen wollen, tippen Sie auf die Blase und testen Sie LumeVoice mit 3.000 kostenlose Wörter.