LumeVoice ist eine Diktier-App für Mac, die das, was Sie sagen, in die App schreibt, die Sie gerade nutzen. Halten Sie die fn-Taste gedrückt, sprechen Sie und lassen Sie los: Ihre Worte erscheinen am Cursor, mit Satzzeichen und ohne „ähm“ und Fehlstarts. Hier lesen Sie, wie das funktioniert, wie Sie es einrichten und wie es im ehrlichen Vergleich mit der Apple-Diktierfunktion abschneidet, die Ihr Mac schon mitbringt.
Kurzantwort
Hat der Mac eine eingebaute Diktierfunktion?
Ja. Jeder Mac bringt die Apple-Diktierfunktion kostenlos mit. Schalten Sie sie unter „Systemeinstellungen“ > „Tastatur“ > „Diktierfunktion“ ein, drücken Sie dann die Mikrofontaste oder Ihren Kurzbefehl und sprechen Sie. In vielen Sprachen läuft sie komplett auf dem Mac. Sie schreibt Ihre Worte so, wie Sie sie sagen, und eine eigene Wortliste für Ihre Namen und Fachbegriffe gibt es nicht.
So funktioniert die Diktier-App LumeVoice auf dem Mac#
LumeVoice (die App selbst heißt Lume) sitzt in Ihrer Menüleiste und wartet auf eine einzige Taste.
- fn (Globus-Taste) halten, sprechen, loslassen. Lume fügt den fertigen Text dort ein, wo Ihr Cursor steht.
- Freihändig für längere Texte. Drücken Sie fn zweimal und sprechen Sie weiter, ohne etwas gedrückt zu halten. Wenn Sie fertig sind, drücken Sie fn einmal.
- Die kleine Anzeige im Blick. Über dem Dock zeigt eine kleine Lume-Anzeige eine Wellenform, während Sie sprechen, und ein Häkchen, sobald der Text angekommen ist. War kein Textfeld ausgewählt, zeigt sie Ihre Worte mit einer Schaltfläche zum Kopieren, damit nichts verloren geht.
- Noch einmal einfügen. Ihr letztes Diktat können Sie über die Anzeige oder die Menüleiste ein zweites Mal einfügen.
- Dateien transkribieren. Audio- und Videodateien (mp3, m4a, wav, aac, aiff, flac, ogg, mp4, mov, m4v) werden über die Menüleiste zu Text, oder Sie klicken eine Datei im Finder mit der rechten Maustaste an und wählen „Öffnen mit“.
Eines tut Lume bewusst nicht: Befehle befolgen. Lume schreibt auf, was Sie gesagt haben. Es beantwortet keine Fragen und führt keine Befehle aus; wenn Sie „Öffne Safari“ sagen, stehen diese Worte im Text, geöffnet wird nichts.
So richten Sie LumeVoice als Diktier-App auf dem Mac ein#
- Laden Sie Lume für Mac über diese Seite herunter und öffnen Sie die App. Sie läuft ab macOS 11.5.
- Erlauben Sie zwei Zugriffe, wenn macOS fragt. Mit dem Mikrofonzugriff kann Lume Sie hören. Der Zugriff über die Bedienungshilfen (unter „Datenschutz & Sicherheit“) erlaubt es, Text in andere Apps einzufügen. Die Einrichtung führt Sie durch beides.
- Prüfen Sie Ihre Taste. Die Einrichtung bittet Sie, fn zu drücken, und bestätigt, dass Lume die Taste erkennt. Liegt fn auf Ihrer Tastatur ungünstig, wählen Sie in den Einstellungen von Lume eine andere Taste.
- Probieren Sie einen Satz. Klicken Sie in ein beliebiges Textfeld, halten Sie fn gedrückt, sagen Sie etwas und lassen Sie los.
Nutzen Sie schon die Apple-Diktierfunktion? Dann können Sie sie eingeschaltet lassen. Prüfen Sie nur ihren Kurzbefehl unter „Systemeinstellungen“ > „Tastatur“ > „Diktierfunktion“. Ist dort das zweimalige Drücken der Fn-Taste eingestellt, würde ein Doppeldruck auf fn die Apple-Diktierfunktion und den Freihandmodus von Lume gleichzeitig starten. Wählen Sie dort also einen anderen Kurzbefehl.
So diktieren Sie auf dem Mac#
Für eine kurze Antwort: fn halten, sagen, loslassen. Für eine E-Mail oder eine Seite Notizen drücken Sie fn zweimal, sprechen so lange wie nötig und drücken fn dann einmal, um abzuschließen.
Ein paar Gewohnheiten verbessern das Ergebnis:
- Sprechen Sie so, als würden Sie es einer Kollegin erklären. Sie müssen nicht „Komma“ oder „Punkt“ sagen; Lume setzt Satzzeichen, Großschreibung und Absätze aus dem Zusammenhang. Wenn Sie an einer bestimmten Stelle einen Umbruch möchten, sagen Sie „neue Zeile“ oder „neuer Absatz“.
- Korrigieren Sie sich laut. Sie müssen nicht abbrechen und neu anfangen. Sagen Sie das Richtige und sprechen Sie weiter.
- Sprechen Sie Listen als Listen. „Drei Punkte: das Budget, der Zeitplan und die Personalplanung“ kann als Liste ankommen statt als Bandwurmsatz.
Sie sagen: „Ähm, also kannst du die Präsentation an Sam schicken, nein, eigentlich ans ganze Team, bis Freitag?“
Lume schreibt: „Kannst du die Präsentation bis Freitag ans ganze Team schicken?“
LumeVoice für Mac
- Eine Taste, jede App: fn halten und sprechen; zweimal drücken für den Freihandmodus.
- Sauberer Text statt Rohtranskript: Füllwörter entfernt, Korrekturen übernommen, Listen formatiert.
- Ihre Wörter, richtig geschrieben: ein eigenes Wörterbuch für Namen und Fachbegriffe, dazu Snippets für Text, den Sie oft brauchen.
- Kostenlos starten: 3.000 kostenlose Wörter, ohne Kreditkarte.
Apple-Diktierfunktion vs. LumeVoice auf dem Mac#
Die Apple-Diktierfunktion ist kostenlos, eingebaut und besser als ihr Ruf. Das dokumentiert Apple dazu, Stand Oktober 2026 (macOS 27), in der Mac-Hilfe:
- Sie schalten sie unter „Systemeinstellungen“ > „Tastatur“ > „Diktierfunktion“ ein und starten sie mit der Mikrofontaste (auf Macs, die eine haben), mit dem Kurzbefehl, den Sie wählen, oder über „Bearbeiten“ > „Diktat starten“.
- Eine Längenbegrenzung gibt es nicht. Sie stoppt, wenn Sie esc oder Ihren Kurzbefehl drücken oder wenn 30 Sekunden lang keine Sprache erkannt wird.
- In unterstützten Sprachen setzt sie Kommas, Punkte und Fragezeichen selbst, und Sie können Satzzeichen, „neue Zeile“ und Emoji-Namen sagen.
- Apple listet 63 Sprach- und Regionsversionen für die Diktierfunktion auf dem Mac und 48 für das Diktat auf dem Gerät, das nach dem Laden eines Sprachmodells direkt auf dem Mac läuft; Deutsch gehört zu beiden Listen. In den Tastatureinstellungen sehen Sie, ob Ihr Diktat auf dem Mac verarbeitet wird.
- Auf einem Mac mit Apple-Chip können Sie weitertippen, während die Diktierfunktion zuhört.
- Mit Apple Intelligence führt Apples Seite zur Funktionsverfügbarkeit außerdem eine erweiterte Diktierfunktion („More advanced Dictation“) auf, allerdings nur für Englisch.
So schneiden beide beim alltäglichen Schreiben ab:
| Apple-Diktierfunktion | LumeVoice | |
|---|---|---|
| Preis | Kostenlos, eingebaut | 3.000 kostenlose Wörter, ohne Kreditkarte, danach Pro |
| Start | Mikrofontaste, eigener Kurzbefehl oder „Bearbeiten“ > „Diktat starten“ | fn halten, solange Sie sprechen, oder zweimal drücken für den Freihandmodus |
| Internet | In vielen Sprachen nicht nötig | Erforderlich (cloudbasiert) |
| Satzzeichen | Kommas, Punkte und Fragezeichen automatisch | Satzzeichen, Großschreibung und Absätze aus dem Zusammenhang |
| Füllwörter und Selbstkorrekturen | Keine dokumentierte Funktion | Werden automatisch entfernt bzw. übernommen |
| Gesprochene Listen | Keine dokumentierte Funktion | Nummerierte Listen oder Aufzählungen |
| Ihre Namen und Fachbegriffe | Keine eigene Wortliste in den Einstellungen der Diktierfunktion | Eigenes Wörterbuch |
| Wiederkehrender Text | Keine Funktion der Diktierfunktion | Snippets |
| Sprachen | 63 Sprach- und Regionsversionen; Sie wählen die Sprache | 100 Sprachen, automatisch erkannt |
| Audio- und Videodateien | Nein | Ja |
| Andere Geräte | Apple-Geräte | Auch Windows, iPhone und Android |
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Wo Apple vorne liegt, ist klar: Es kostet nichts, es funktioniert ohne Verbindung, und in vielen Sprachen kann Ihr Audio auf dem Mac bleiben. LumeVoice punktet bei dem, was nach der Transkription passiert: Füllwörter, Fehlstarts und Listen werden für Sie erledigt, und die Namen und Begriffe aus Ihrem Wörterbuch kommen richtig geschrieben an.
Wann die Apple-Diktierfunktion reicht#
Viele Menschen brauchen gar keine Diktier-App. Bleiben Sie bei der eingebauten Lösung, wenn:
- Sie ein paar kurze Nachrichten am Tag diktieren und es Sie nicht stört, ab und zu ein Wort zu korrigieren.
- Sie ohne Internetverbindung diktieren müssen oder Ihr Audio auf dem Mac bleiben muss. LumeVoice arbeitet in der Cloud und kann das nicht bieten; die Apple-Diktierfunktion oder eine App wie Superwhisper oder MacWhisper, die auf dem Mac selbst rechnet, schon.
- Sie Ihren Mac per Stimme steuern möchten, also Apps öffnen und auf Schaltflächen klicken. Dafür gibt es Apples Sprachsteuerung, eine eigene Bedienungshilfe. LumeVoice schreibt nur.
Unsicher? Probieren Sie beide an derselben echten E-Mail aus und vergleichen Sie, wie viel Nacharbeit jeweils bleibt. Unser Leitfaden zur Mac-Diktierfunktion erklärt das eingebaute Werkzeug Schritt für Schritt, und LumeVoice vs. Apple-Diktierfunktion geht genauer auf die Unterschiede ein.
Was die Bereinigung mit Ihren Worten macht#
Ihre Sprache wird in der Cloud von Whisper large-v3-turbo auf Groq transkribiert, mit Voxtral von Mistral als Ausweichlösung. Danach räumt ein Sprachmodell den Text auf, bevor er eingefügt wird:
- Füllwörter und Stotterer verschwinden: „äh“, „ähm“, „halt“, „weißt du“.
- Selbstkorrekturen werden übernommen: „Treffen wir uns um fünf, nein, um sechs“ wird zu „Treffen wir uns um sechs.“
- Satzzeichen, Großschreibung und Absätze kommen aus dem Zusammenhang, und gesprochene Satzzeichen („Komma“, „neue Zeile“, „neuer Absatz“) funktionieren weiterhin.
- Gesprochene Listen werden zu nummerierten Listen oder Aufzählungen.
- Grammatik und Rechtschreibung werden korrigiert.
- Eigenes Wörterbuch: Namen, Produktbegriffe und Abkürzungen, die Sie hinzufügen, gehen an die Spracherkennung und kommen deshalb richtig geschrieben an.
- Snippets: Sagen Sie ein kurzes Stichwort, und Lume schreibt den ganzen Text aus, etwa Ihre Adresse, eine Grußformel oder einen Link.
- Schreibstile: Vorgaben wie Default (Standard), Casual (locker), Excited (begeistert) und Casual Lowercase (locker, alles kleingeschrieben).
Funktioniert die Spracheingabe in jeder Mac-App?#
Ja. Weil Lume am Cursor einfügt, funktioniert es überall, wo Sie tippen können: Mail, Nachrichten, Notizen, Pages, Microsoft Word, Google Docs in Safari oder Chrome, Slack, Notion, ChatGPT, VS Code und Terminal. Sie müssen kein Plug-in und keine Browser-Erweiterung installieren. LumeVoice bietet keine an und braucht auch keine, weil die Mac-App auch in Webseiten schreibt.
Tipps für einzelne Apps finden Sie auf unseren Seiten zum Diktieren in Google Docs, in Microsoft Word und in Slack.
Sprachen#
LumeVoice versteht 100 Sprachen und erkennt selbst, welche Sie sprechen. Sie müssen also nichts umstellen, wenn Sie von Deutsch zu Englisch wechseln. Sie können auch eine Ausgabesprache festlegen: Sie sprechen Deutsch und erhalten englischen Text.
Ist LumeVoice privat?#
LumeVoice arbeitet in der Cloud, braucht also eine Internetverbindung, und Ihr Audio wird zur Verarbeitung gesendet. Es wird nach der Verarbeitung nicht gespeichert (Zero Data Retention), nichts, was Sie sagen, wird je zum Trainieren von Modellen verwendet, und Ihr Diktierverlauf bleibt auf Ihrem Mac, nicht auf den Servern von LumeVoice.
Wenn Ihr Audio Ihren Computer auf keinen Fall verlassen darf, ist das ein echter Grund für die Apple-Diktierfunktion oder eine App, die auf dem Mac selbst rechnet. Das sagen wir Ihnen lieber gleich.
Was kostet LumeVoice?#
Jedes neue Konto erhält 3.000 kostenlose Wörter, ohne Kreditkarte, damit Sie es zuerst an echter Arbeit ausprobieren können. Pro kostet $14.99/Monat, $79.99/Jahr oder $249 lebenslang. Wenn Sie zum ersten Mal in der App upgraden, starten Pro Monatlich und Pro Jährlich mit einer 7-tägigen kostenlosen Testphase (Kreditkarte erforderlich). Alle Details stehen auf der Preisseite.
Studierende und Lehrkräfte erhalten 50 % Rabatt auf Pro (Infos für Studierende). Wer wegen einer Behinderung, Verletzung oder Erkrankung schwer tippen kann, erhält 50 % Rabatt, ohne Nachweis (Rabatt für Barrierefreiheit). Schreiben Sie an hello@lumevoice.com und geben Sie den Code, den Sie zurückbekommen, beim Kauf auf Ihrem Mac ein.
Systemvoraussetzungen#
- macOS 11.5 oder neuer, auf Apple-Chip oder Intel
- Eine Internetverbindung
- Ein Mikrofon (das eingebaute reicht)
- Zugriff auf Mikrofon und Bedienungshilfen, nach dem die Einrichtung fragt
Kurz gesagt#
Wenn Sie ab und zu diktieren oder ohne Internetverbindung diktieren müssen, ist die Apple-Diktierfunktion kostenlos und schon auf Ihrem Mac. Wenn Sie viel schreiben, in vielen Apps, und Füllwörter und Fehlstarts erledigt haben möchten, halten Sie fn gedrückt und testen Sie LumeVoice mit 3.000 kostenlose Wörter an Ihren eigenen E-Mails und Dokumenten.